Der Ribbon-Editor

Tabs, Gruppen, Steuerelemente und wo sie in Excel landen.

Der Ribbon-Editor ist der Kern. Was du auf der Vorschau siehst, ist das, was Excel später rendert.

Aufbau

Ein Ribbon besteht aus Tabs, darin Gruppen, darin Steuerelemente. Diese Verschachtelung gibt Excel vor, nicht wir. Eine Gruppe ohne Tab gibt es nicht, ein Steuerelement ohne Gruppe auch nicht.

Verfügbare Steuerelemente: Schaltfläche, Umschalter, Kontrollkästchen, Menü, Aufteilschaltfläche, Eingabefeld, Kombinationsfeld, Dropdown, Bezeichnung und Trennlinie.

Wo dein Tab erscheint

Unter Position legst du fest, ob dein Tab ans Ende kommt, direkt hinter Start, oder ob Excels eigene Tabs ausgeblendet werden und nur deine bleiben. Die letzte Variante ist für Anwendungen gedacht, die Excel vollständig überbauen. Sie blendet auch Datei nicht aus, das lässt Excel nicht zu.

Einzelne Tabs können sich zusätzlich an einem eingebauten Tab ausrichten. Setzt du beides, meldet die Validierung einen Widerspruch.

Kontext-Tabs

Ein Tab kann auch nur dann erscheinen, wenn etwas Bestimmtes markiert ist – so wie Excel über einer Tabelle die Tabellentools einblendet. Im Eigenschaften-Panel des Tabs unter Erscheint wählst du, wann: bei einer Tabelle, einem Diagramm, einer PivotTable, einem Bild, einer Form und so weiter. Dein Tab steht dann neben Excels eigenen Tabs unter derselben farbigen Überschrift, und Excel blendet ihn selbst ein und aus. Dafür ist kein Code nötig.

Eine eigene, neue Überschrift kann ein Add-in nicht anlegen, nur sich in eine der vorhandenen einhängen. Eine Positionsangabe gibt es für Kontext-Tabs nicht; Excel ordnet sie in der Gruppe selbst ein.

Gruppen in Excels eigenen Tabs

Unter Erscheint steht auch jeder von Excels Haupttabs: Start, Einfügen, Daten und so weiter. Wählst du einen davon, bekommt dein Add-in keinen eigenen Tab, sondern seine Gruppen landen am Ende des gewählten Excel-Tabs. Name, Position und Sichtbarkeit des Tabs gehören dann Excel und werden nicht exportiert. Mehrere Tabs, die denselben Excel-Tab nennen, werden zusammengelegt.

Ohne weitere Angabe hängt Excel deine Gruppe ans Ende des Tabs. Im Eigenschaften-Panel der Gruppe wählst du unter Position im Excel-Tab einen anderen Platz: vor oder nach einer von Excels Gruppen, etwa nach Zwischenablage. Zur Wahl stehen nur Gruppen, die es in dem gewählten Tab gibt; wechselst du den Tab, fällt eine nicht mehr passende Angabe weg. Gruppen, die je nach Excel-Version anders heißen (etwa „Daten abrufen und transformieren“), stehen nicht in der Liste. Add-Ins und Hilfe haben keine festen Gruppen, dort bleibt nur das Ende.

Ist unter Position „Nur eigene Tabs“ gewählt, blendet Excel seine Tabs aus. Der Tab, in den du Gruppen legst, bleibt trotzdem sichtbar – du hast ihn ausdrücklich gewählt.

Icons

Drei Quellen im selben Picker:

  • Bootstrap ist die Voreinstellung. Das SVG wird beim Export in 16er- und 32er-PNGs umgerechnet und in die Datei eingebettet.
  • imageMso sind Office-eigene Icons. Es reist kein Bild mit, Excel zeichnet sie zur Laufzeit. Die Vorschau im Editor ist eine Annäherung; im Tooltip steht immer der echte Name.
  • Eigene Uploads als PNG, gleicher Einbettungsweg wie Bootstrap.

Große Schaltflächen ohne Icon sehen in Excel leer aus. Die Validierung weist darauf hin.

Die eigene Icon-Bibliothek

Unter Icons legst du Ordner an — „Navigation", „Warnungen", was zu deiner Arbeit passt. Ein Ordner erscheint im Picker jedes Projekts als Reiter unter Meine Icons.

In einen Ordner kommen drei Arten von Einträgen:

  • Eigene Uploads als PNG.
  • Icons aus den Katalogen, über Aus Katalog. Dabei wird die Farbe mitgespeichert. Dasselbe Bootstrap-Icon in drei Farben sind drei Einträge, und jeder lässt sich später über Farbe ändern noch anpassen.
  • Kombinierte Icons aus dem Icon-Designer (siehe unten).

Ein Katalog-Eintrag speichert kein Bild, sondern den Verweis auf das Icon plus die Farbe. Er bleibt also ein Vektor, zählt nicht gegen den Speicherplatz, und die Farbe lässt sich ändern, ohne irgendetwas neu zu rendern.

Der Punkt daran: du richtest deine Palette einmal ein und wählst sie danach in jedem Projekt aus dem Picker. Legst du eine Farbe nur direkt im Projekt an, ist sie mit diesem Projekt verbunden — in der Bibliothek bleibt sie dir.

Einen Ordner zu löschen löscht seine Icons nicht; sie liegen danach unter Ohne Ordner. Das ist Absicht: bei einem Upload wäre es die einzige Kopie der Datei.

Icons kombinieren

Ein Icon plus ein kleines Badge in einer Ecke — Datei mit Download-Pfeil, Tabelle mit Info-Zeichen. Dafür gibt es den Icon-Designer:

  • im Picker oben über Icon-Designer (öffnet die Icon-Bibliothek in einem neuen Tab; was du dort speicherst, steht beim Zurückwechseln unter Meine Icons),
  • in der Icon-Bibliothek über Icon designen,
  • direkt an einem Steuerelement über das Ebenen-Symbol neben Icon wählen. Das Ergebnis gilt dann nur für dieses Steuerelement.

Du wählst ein Haupt-Icon und ein Badge, jeweils aus Bootstrap, Streamline, den Office-Icons oder deinen eigenen Icons unter Meine Icons — etwa das Firmenlogo mit einem Download-Pfeil, dazu die Ecke und die Größe des Badge (40–70 %). Die Vorschau zeigt das Ergebnis auch in 16 und 32 px, also so groß, wie es im Ribbon erscheint.

Unter dem Badge wird das Haupt-Icon entfernt, und zwar auf der ganzen Fläche: was eine geschlossene Kontur umschließt (der Kreis von info-circle), zählt dazu, und ein halbtransparentes Badge zeigt das Haupt-Icon nicht durch. Freistellen lässt zusätzlich einen schmalen Abstand, der der Form des Badge folgt. Offene Formen, etwa ein Pfeil ohne Rahmen, haben kein Innen; gefüllte Badges (…-fill) heben sich am deutlichsten ab.

Gespeichert wird kein Bild, sondern die beiden Icons mit ihren Einstellungen. Farben bleiben änderbar, in der Bibliothek über Farbe ändern, das den Designer wieder öffnet.

Zwei Dinge sind anders als bei einem einzelnen Office-Icon: ein kombiniertes Icon mit Office-Ebene wird als Bild ins Add-in eingebettet, statt dass Excel es zeichnet — es wechselt also nicht mit dem dunklen Office-Design. Und Office-Ebenen und eigene Icons lassen sich nicht umfärben.

Eigene Icons als Ebene reisen beim Teilen mit: eine Projekt- oder Bibliotheksdatei nimmt die Bilder mit, und beim Kollegen landen sie in seinem eigenen Speicher. Löschst du ein eigenes Icon, das noch in einem kombinierten Icon der Bibliothek steckt, bleibt die Datei dafür erhalten. Im Designer stehen nur die Office-Icons, für die ein Bild vorliegt.

Dynamische Zustände

Ein Steuerelement kann davon abhängen, was gerade passiert: aktiv nur bei mehreren markierten Zellen, sichtbar nur bei geöffneter Mappe, oder mit einer Beschriftung, die aus einem Ausdruck kommt. Das erzeugt die passenden getEnabled-, getVisible- und getLabel-Callbacks.

Ganze Gruppen und Tabs lassen sich genauso ein- und ausblenden, im Eigenschaften-Panel unter Sichtbar, wenn. Ausgrauen gibt es für sie nicht, das kennt Excel nur für einzelne Steuerelemente.

Zur Wahl stehen: eine Mappe ist offen, die Auswahl ist ein Zellbereich, mehr als eine Zelle ist markiert, das Blatt ist nicht geschützt, die Markierung liegt in einer Tabelle, das aktive Blatt heißt so und so – und ein eigener VBA-Ausdruck für alles andere.

Geprüft wird nach jeder Aktion im Add-in und, sobald es eine Regel gibt, auch beim Markieren, beim Blattwechsel und beim Wechsel der Mappe. Dafür legt der Export ein kleines Klassenmodul clsRibbonEvents an. Was Excel nicht meldet, etwa das Schützen eines Blatts, fällt erst beim nächsten dieser Anlässe auf; eigener Code kann jederzeit Ribbon_Refresh_… aus dem Modul Callbacks aufrufen.

Zellvorschau

Unter der Ribbon-Ansicht sitzt die Zellvorschau. Zieh eine Excel-Datei (.xlsx oder .xlsm) hinein oder wähle sie über den Knopf, und du siehst sie wie in Excel: Namenfeld, Bearbeitungsleiste, Spalten- und Zeilenköpfe und die Blatt-Reiter. Einen Bereich markierst du mit der Maus oder den Pfeiltasten (mit Umschalt), oder du tippst ihn ins Namenfeld.

Wofür das gut ist: Aktionen wie Bereich leeren, Filtern oder Als CSV speichern fragen nach Blatt und Bereich. Statt beides aus dem Kopf zu tippen, klickst du am Schritt auf Auswahl aus Zellvorschau übernehmen. Blatt und Bereich (bei einem Zellfeld die Zelle links oben) werden eingetragen. Felder, die erst beim Klick gefragt werden, bleiben, wie sie sind.

Die Datei bleibt in deinem Browser. Sie wird weder hochgeladen noch im Projekt gespeichert, nach dem Neuladen ziehst du sie neu hinein. Formeln werden nicht ausgerechnet: du siehst den Wert, den Excel gespeichert hat, und in der Bearbeitungsleiste die Formel. Makros einer .xlsm werden nicht angefasst. Die alten Formate .xls und .xlsb liest die Vorschau nicht, speichere sie in Excel als .xlsx. Die Datei darf bis zu 50 MB groß sein. Die Vorschau gibt es in jedem Plan.

Validierung

Der Knopf neben dem Export prüft das ganze Projekt: doppelte Ids, leere Gruppen, fehlende Beschriftungen, Prozedurnamen, die sich überschneiden (auch zwischen einer Steuerelement-Id und einem Sub), und VBA-Rümpfe ohne Einstieg. Fehler verhindern den Export, Warnungen nicht. Ein Klick auf einen Befund springt zur betroffenen Stelle, auch über Bereiche hinweg.

Im Strukturbaum links stehen die Befunde direkt an der Zeile. Ein gelbes „!“ ist eine Warnung, das Projekt lässt sich trotzdem exportieren, etwa eine leere Gruppe. Ein rotes „✕“ ist ein Fehler und hält den Export an. Die Markierung wird an Gruppe und Tab weitergereicht, damit du sie auch bei zugeklappten Zweigen siehst: ein „!“ am Tab heißt also nur, dass irgendwo darin etwas ist. Fährst du mit der Maus darüber, steht der Grund daneben. Der grüne Punkt zeigt, wo du gerade stehst: das ausgewählte Element, das rechts bearbeitet wird.